Diese Folge ist eine kurze Praxisreferenz. Die Diagnose steht in Folge 5. Hier geht es nur um die Dateien, die einen Agentenlauf in einem echten Projekt orientieren.
Die fünf Projektdateien
SCOPE.mdnennt Ziel, Nichtziele, erlaubte Pfade und die Grenze des Auftrags.STYLE.mdhält Sprache, Gestaltung und feste redaktionelle Regeln fest.AGENTS.mdoderCLAUDE.mdbeschreibt Arbeitsweise, erlaubte Werkzeuge und verbotene Aktionen.TESTING.mdnennt Kommandos, Prüfumfang und den erwarteten Nachweis.DECISIONS.mdbewahrt Entscheidungen mit Grund und Gültigkeitsbereich.
Vor dem Lauf
Die Dateien müssen zum Auftrag passen und dürfen sich nicht widersprechen. Der Agent sollte zuerst den Scope und die Arbeitsregeln lesen. Danach bekommt er eine kleine Aufgabe mit benannten Zielpfaden und einer klaren Abbruchbedingung.
Fehlt eine notwendige Entscheidung, hält der Lauf an. Der Agent soll die Lücke benennen, nicht still einen eigenen Standard setzen.
Nach dem Lauf
Geprüft werden die tatsächlichen Artefakte. Dazu gehören Diff, Testausgabe und alle abhängigen Stellen, die der Auftrag berührt. Ein Erfolgstext des Agenten ersetzt diese Prüfung nicht.
Wenn derselbe Fehler wiederkehrt, gehört die Korrektur in die passende Projektdatei. Wenn eine Regel nicht mehr gilt, wird sie dort geändert. So bleibt das Projektgedächtnis klein und auffindbar.
Kurz gesagt
Projektdateien sind keine Dekoration für den Agenten. Sie verteilen Scope, Stil, Arbeitsregeln, Tests und Entscheidungen auf klare Quellen. Mehr braucht diese Checkliste nicht.
Quelle
Claude Code Docs: Memory und CLAUDE.md
Gregor Lyttek ist Security Architect & AI Strategist und Threat Hunter im Versicherungsumfeld.